Patek Philippe

Familienunternehmen seit 1839

Patek Philippe

Patek Philippe
Die legendäre Patek Philippe Nautilus

Förmlich wie eine Bombe schlug Anfang 2021 die Nachricht ein, dass Patek Philippe die Produktion des stählernen Leadermodells und Bestsellers Nautilus, Referenz 5711/1A beenden werde. Nach den Ausführungen mit blauem und weißem Zifferblatt stellte das Familienunternehmen während der Messe Watches & Wonders noch eine letzte Version in Grün vor. Ein Exemplar davon zu bekommen, verlangt nach besten Beziehungen zum Fachhandel. Die Geschehnisse um diese Armbanduhren führten zu einer Explosion der Preise am Parallelmarkt. Analog zu etlichen anderen Modellen der Genfer Manufaktur. Für hinreichend zahlungskräftige Uhrenliebhaberinnen und -liebhaber verkörpert eine Patek Philippe den Olymp mechanischer Handwerkskunst.

Die Firmengründung von Patek Philippe 1845

Die Geschichte der Manufaktur beginnt am 1. Mai 1839 mit Norbert Antoine de Patek, einem polnischen Emigranten, und seinem Landsmann François Czapek. Nach Meinungsverschiedenheiten verbündete sich Patek mit dem begnadeten Uhrmacher Jean Adrien Philippe. Letzterer hatte 1844 in Paris eine erstaunlich flache Taschenuhr gezeigt, bei der Aufzug und Zeigerstellung über die Krone erfolgen. Am 15. Mai 1845 kam es zur Gründung von Patek & Co. mit Sitz in Genf. Teilhaber war Jean Adrien Philippe. Ab 1. Januar 1851 hieß das ehrgeizige Unternehmen Patek Philippe & Co. Und im gleichen Jahr erwarb Königin Victoria von England eine Taschenuhr mit dieser Signatur. Im Gegensatz zum begeisterten Techniker kümmerte sich Patek primär um die Vermarktung der Uhren. In dieser Funktion unternahm er ab 1848 ausgedehnte Reisen unter anderem in die Neue Welt, wo Charles Lewis Tiffany zum größten amerikanischen Kunden avancierte.

Sein glänzendes internationales Renommée verdankte Patek Philippe nicht nur der überragenden Qualität, sondern auch nahezu allen Komplikationen, welche die kleine aber feine Welt mechanischer Uhren anzubieten hat. Einiges davon offerierte das Familienunternehmen als Weltpremieren. Dazu gehörte 1925 wie erste Armbanduhr mit ewigem Kalender und akkurat springenden Anzeigen. Ab diesem Zeitpunkt zieht sich die hilfreiche Zusatzfunktion, welche bis 2100 keiner manuellen Korrektur bedarf, wie ein roter Faden durch die Firmenbiographie. Aktuellstes Modell ist die 2021 vorgestellte Platin-Referenz 5236P-001 mit linearer Anzeige von Wochentag, Datum und Monat.

1937 führte die Zusammenarbeit mit dem 1894 geborenen Louis Cottier zur ersten Armbanduhr mit Weltzeit-Indikation. Weitere geniale Konstruktionen sicherten Patek Philippe auch auf diesem Gebiet eine führende Position.

Einen bedeutsamen Wandel in der Geschichte brachte das Jahr 1932 und die Familie Stern mit sich. In der schwersten Krise des Unternehmens beteiligten sich Charles und Jean Stern zunächst finanziell. Durch den diskreten Kauf aller Aktien machten sie Jacques-David LeCoultre und seiner SAPIC-Holding einen Strich durch die Rechnung. Wäre diese damals aufgegangen, gehörte Patek Philippe heute möglicher Weise zu Richemont. Auf das Brüderpaar folgte der Kosmopolit Henri Stern. Als dessen Sohn Philippe Stern 1977 die Verantwortung übernahm, waren die Zeiten alles andere als leicht. Aber mit dem Lancement der „Nautilus“ hatte der 38-Jährige seine langfristigen Visionen bereits im Vorjahr demonstriert. In den 1980-er Jahren zeigte sich die Bedeutung der zukunftsweisenden Entscheidung für Überliefertes. Bei der Renaissance uhrmacherischer Mechanik war Patek Phillipe ganz vorne mit dabei. Der 150. Markengeburtstag im Jahr 1989, eine Auktion mit sensationellen Höchstpreisen, ein Buch über die Armbanduhren der Manufaktur und mehrere limitierte Zeitmesser, darunter die legendäre Calibre 89 sollten den weiteren Weg zu einsamen chronometrischen Höhen nachhaltig beeinflussen. Im Frühjahr 1997 konnte Philippe Stern im Genfer Stadtteil Plan-les-Ouates einen mittlerweile noch deutlich erweiterten Gebäudekomplex für Produktion und Administration einweihen.

Seit 2001 lassen sich im Genfer Firmenmuseum mehr als 2.500 Uhren nicht nur von Patek Philippe bestaunen. Im gleichen Jahr hielt Silizium Einzug in mechanische Uhrwerke. Philippe Stern beteiligte sich an einem ehrgeizigen Forschungsobjekt, rief „Advanced Research“ ins Leben und verschaffte seinem Unternehmen eine Pionierrolle auf diesem zukunftswesenden Gebiet. Nahezu alle mechanischen Uhrwerke von Patek Philippe besitzen heute eine „Spiromax“-Unruhspirale aus Silizium.

2009 trat Thierry Stern mit 39 in die großen Fußstapfen seines Vaters. Sein gestalterisches Erstlingswerk, die sportivere „Aquanaut“ mit Kautschukband verursacht mittlerweile ebenfalls lange Wartelisten. Grau- und Parallelmarkt-Aktivitäten beugt Thierry Stern wie zuvor schon sein Vater konsequent vor. Spekulanten ohne Faible für die Produkte mit dem hauseigenen Patek Philippe-Qualitätssiegel sind ihm ein Dorn im Auge. Wer eine „Große Komplikation“ erwerben möchte, muss sich vorher durch Bekanntgabe seine Identität qualifizieren. Ein Blick in die Schwarze Liste zeigt, ob Interessenten schon etwas auf dem Kerbholz haben und deshalb nicht beliefert werden.

Gisbert L. Brunner

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